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Aktuelles im Januar 2011

Bonn, 21. Januar 2011 - 90 Prozent der Deutschen mit Geschwistern wollen kein Einzelkind sein

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) und Kultusminister von Niedersachsen, Bernd Althusmann (CDU), hat sich für den Einsatz von Sozialpädagogen in allen Schularten ausgesprochen. So könnte es gelingen, herkunftsbedingte Unterschiede in den Bildungsbiografien insbesondere bei Schülern mit Migrationshintergrund auszugleichen. "Der gesamte Bereich der Förderung und Unterstützung muss mehr in den Blick genommen werden", sagte Althusmann dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Sprachförderkurse vor der Grundschule müssten für die Eltern verpflichtend sein, zu oft würden die Angebote nicht genutzt. Im Zusammenhang mit dem geplanten Bildungspaket der Hartz-IV-Reform warnte Althusmann davor, den privaten Nachhilfesektor mit öffentlichen Geldern auszubauen. Von der Bundesregierung sei zu erwarten, dass sie Länder und Kommunen in die Lage versetze, ihre Aufgaben in der Bildung zu erfüllen, etwa über einen höheren Anteil am Mehrwertsteueraufkommen.
Im März werde die KMK mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildung sprechen. Wünschenswert sei eine Regelung, "die in Einzelfällen Bundeshilfen zulässt", sagte Althusmann. Kritisch sieht der 44-jährige CDU-Politiker die Bund-Länder-Vereinbarung zur Finanzierung der zusätzlichen Studienplätze, die ab 2011 wegen der Aussetzung der Wehrpflicht geschaffen werden müssen. Der Bund hätte die Mehrkosten zu hundert Prozent übernehmen sollen, nicht nur zur Hälfte, sagte der

 

KMK-Chef.Berlin, 14. Januar 2011 - Grüne wollen Qualitätsoffensive in Kindertagesstätten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen wollen zusätzliche Fachkräfte in den Kitas, flexiblere Öffnungszeiten und mehr Bundesmittel für die Sprachförderung von Kleinkindern. "Die festgeschriebene Fachkraft-Kind-Relation soll sich - als Maximalgröße - an 1:4 für unter Dreijährige und 1:10 für über Dreijährige orientieren", heißt es in dem Positionspapier "Gute Kitas für alle Kinder", berichtet die Tageszeitung "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe). "Die Hartz-IV-Beschlüsse mit dem Bildungspaket für Kinder bringen nichts, wenn wir die Qualität der Kinderbetreuung jetzt nicht verbessern", sagte Fraktions-Vize Ekin Deligöz und erklärte, dass dies Milliarden kosten würde. "Um diese große Aufgabe zu meistern, wollen wir das Ehegattensplitting deutlich abschmelzen", so das Positionspapier. Die Qualitätsoffensive in den Kitas sieht unter anderem mehr Personal vor. Bis 2013 fehlen dem Papier zufolge 100.000 Fachkräfte. Zudem streben die Grünen flexiblere Öffnungszeiten in
Kitas an. "Wenn wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern wollen, darf sich die Betreuungszeit nicht auf den Zeitraum von 8 - 16 Uhr erschöpfen", erklären die Grünen weiter. Zur Sprachförderung ausländischer Kita-Kinder müssten zudem "die Bundesmittel für die Sprachförderung massiv aufgestockt werden".