Aktuelles im September 2010
Berlin, 30. September 2010 - FDP will Kinder vor Gift in Spielzeug schützen
erlin (dts Nachrichtenagentur) - Die FDP will Kinder besser vor Giftstoffen in Spielzeug schützen. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Bundestagsfraktion am Dienstagabend beschlossen hat und das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Nach Auffassung der Liberalen müssten die Grenzwerte für Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen, und andere besonders giftige Stoffe "gegenüber der derzeitigen Fassung der EU-Spielzeugrichtlinie deutlich abgesenkt werden". Das Papier sei bereits mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) abgestimmt, sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Erik Schweickert. Auf seine Initiative geht der Beschluss zurück. Auch das Bundesamt für Risikobewertung kritisierte bereits, dass die Grenzwerte in der EU-Spielzeugrichtlinie deutlich zu hoch angesetzt seien. "Angesichts der Tatsache, dass Kinderspielzeug häufig in den Mund genommen wird, ist zu erwägen, dieses grundsätzlich wie Lebensmittelbedarfsgegenstände
zu klassifizieren", schlägt die FDP-Fraktion nun vor. Damit würden automatisch deutlich höhere Anforderungen gelten. Eine Freisetzung krebserregender polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe beispielsweise dürfe dann überhaupt nicht mehr nachweisbar sein, wenn das Spielzeug auf den Markt komme. Verbraucher sollen zudem durch schärfere Außenkontrollen besser vor gefährlichem Spielzeug aus außereuropäischen Ländern geschützt werden. "Schwarze Schafe (insbesondere aus fernöstlichen Ländern) sollten ihre Produkte gar nicht erst nach Europa einführen dürfen", heißt es in dem Papier weiter. Die Bundesregierung soll sich auf EU-Ebene für entsprechende Änderungen einsetzen.
Berlin, 29. September 2010 - Berliner Kinder schauen am wenigsten Fernsehen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In Berlin schauen Kinder zwischen drei und 13 Jahren mit 71 Minuten täglich im Bundesländervergleich am wenigsten Fernsehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie das Marktforschungsinstituts Media Control. Neben den Kindern aus der Hauptstadt schalten auch die kleinen Fernsehzuschauer in Rheinland-Pfalz (77 Minuten), Hamburg und Bayern (jeweils 80 Minuten) insgesamt seltener ein. Hohe Werte gibt es dagegen in Thüringen: Hier verbrachten die Kleinen täglich 144 Minuten vor dem Fernseher. Durchschnittlich 100 oder mehr Minuten beschäftigen sich auch die Kinder in Brandenburg (123), Sachsen-Anhalt (111), Schleswig-Holstein (103), Sachsen (102) und Bremen (100) mit Fernsehen. In Gesamt-Deutschland liegt die Sehdauer bei den Kleinen bei 91 Minuten. Das entspricht rund 88 Minuten im Westen und 105 Minuten im Osten.
Sydney, 22. September 2010 - Studie: Gute Erziehung macht Kinder toleranter
Sydney (dts Nachrichtenagentur) - Eine gute Erziehung kann Kinder offenbar zu toleranten und weltoffenen Mitmenschen machen. Das geht aus einer australischen Studie hervor. Schlechte Erziehung kann sich demnach direkt auf die psychische Gesundheit eines Kindes auswirken, fanden Wissenschaftler des Australian Institute of Family Studies (AIFS) heraus. Die Studie zeigt, dass Depressionen und Angstzustände unter jungen Erwachsen rund doppelt so häufig auftreten, wenn die Probanden in ihrer Kindheit misshandelt oder vernachlässigt wurden. Gute Erziehung hingegen hat positive Auswirkungen auf soziale Fähigkeiten, die junge Menschen davor schützen, psychische Probleme zu entwickeln. "Kinder fürsorglicher Eltern zeigten einen höheren Grad an persönlichen Stärken wie soziale Kompetenzen und Toleranz gegenüber anderen Menschen und Vertrauen in Obrigkeiten, wie Behörden oder die Regierung", sagte Forschungsleiterin Diana Smart. Die Studie stützt sich auf die Daten von 1.000 Personen zwischen
23 und 24 Jahren. Knapp ein Viertel (23 Prozent) der Teilnehmer haben in ihrer Kindheit eine Form von Missbrauch erlitten.
London/Washington, 21. September 2010 - Studie: Kinder mit Hunden sind aktiver
London/ Washington (dts Nachrichtenagentur) - Kinder, die einen Hund als Haustier besitzen, sind aktiver als Kinder ohne einen solchen tierischen Freund. Das haben Forscher der St George`s University in London herausgefunden. Die Forschungsergebnisse könnten Auswirkungen auf die Behandlung von Fettleibigkeit bei Kindern haben. In den Vereinigten Staaten sind beispielsweise 17 Prozent der zwei bis 19-Jährigen stark übergewichtig. Das ergab eine Umfrage der Amerikanischen Gesundheitsbehörde (CDC). Unter den sechs bis 19-Jährigen hat sich die Zahl der Übergewichtigen in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Die Forscher der St George`s University beobachteten die Bewegungen von 2.065 Kindern zwischen neun und zehn Jahren über einen Zeitraum von sieben Tagen. 202 der Kinder hatten einen Hund. Die Studie ergab, dass Kindern mit Hund sich im Durchschnitt 325 Minuten (mehr als fünf Stunden) pro Tag körperlich betätigten. In Haushalten ohne Hund waren es elf Minuten weniger.
Wiesbaden, 20. September 2010 - Statistik: Immer mehr Kinder wachsen ohne Geschwister auf
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland sind im Jahr 2009 25 Prozent der 13,3 Millionen minderjährigen Kinder ohne Geschwister aufgewachsen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Unterschieden wurde bei der Auswertung der Daten zwischen Ost- und Westdeutschland, wobei der Anteil an Einzelkindern in Ostdeutschland mit 35 Prozent wesentlich höher lag als in Westdeutschland. Dort waren es nur 23 Prozent. Hinzu kommt, dass in den Großstädten der Anteil an Einzelkindern mit 29 Prozent höher lag, als in Kleinstädten und Dörfern. Dort lebten 2009 nur 23 Prozent ohne weitere Geschwister. Der größte Teil aller minderjährigen Kinder teilte sich den elterlichen Haushalt mit nur einem weiteren Kind.
Berlin, 14. September 2010 - 91 Prozent aller Jugendlichen nutzen Internet
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland nutzen 91 Prozent der Jugendlichen von 14 bis 19 Jahren das Internet. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Hightech-Branchenverbands Bitkom. Die wenigen Teenager, die das Internet nicht nutzen, hätten in der Regel zu Hause keinen Anschluss und müssen deshalb zu Freunden oder in Internet-Cafés ausweichen. Von jenen Jugendlichen, die zu Hause über einen Internet-Zugang verfügen, nutzen 99 Prozent das Web. Zunehmend sind auch Kinder im Grundschulalter online: "Mehr als 70 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen nutzen das Internet, vorausgesetzt, die Eltern haben einen Anschluss", erklärte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. "Für Kinder und Jugendliche ist das Web heute ein fester Bestandteil Ihrer Lebenswelt. Dabei ist wichtig zu wissen, wie man das Internet altersgerecht nutzt."