Aktuelles im November
Berlin, 26.11.201 - Merkel würdigt Engagement von Lehrerinnen und Lehrern
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland gewürdigt. Bildung sei der Schlüssel für eine gute Teilhabe in der Zukunft, sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. "Und Bildung für alle, das ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft unseren Wohlstand erarbeiten können." Lehrerinnen und Lehrer vermittelten nicht nur Wissen, so die Bundeskanzlerin, sondern auch Können, Selbstbewusstsein, Werte und Orientierungen. "Natürlich wissen wir, dass viele Lehrer auch mit ganz anderen Aufgaben konfrontiert sind", fügt Merkel hinzu. Sie müssten auch die Erziehungsarbeit übernehmen, die in manchen Familien nicht mehr geleistet werde. Anlass ist die Verleihung des Deutschen Lehrerpreises 2011. Die Bundeskanzlerin wird am kommenden Mittwoch daran teilnehmen und eine kurze Rede halten. Sie wolle mit ihrer Anwesenheit bei der Preisverleihung deutlich machen: "Die Bundesregierung und ich ganz persönlich schätzen die tägliche Arbeit aller Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland." Jeder erinnere sich an seine eigene Schulzeit und wisse, wie wichtig gute, engagierte Lehrerinnen und Lehrer seien, sagt Merkel. "Ich zum Beispiel erinnere mich sehr gerne an meine Sportlehrer, denn sie mussten mir oft Mut machen, die Übungen wirklich durchzuführen." Sie habe das dann auch immer geschafft, "wenn sie mir Selbstbewusstsein gegeben haben". Die Bundeskanzlerin berichtet, sie habe sich schon eine Reihe ganz herausragender Beispiele für die engagierte Arbeit von Lehrern angesehen; darunter Beispiele für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und die Arbeit mit behinderten Kindern beim inklusiven Lernen. Für die Bundesregierung sei das Thema Bildung ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie gebe in dieser Legislaturperiode mehr Geld für Bildungspolitik aus, "als dies jemals in der Geschichte der Bundesrepublik der Fall war", erklärt die Bundeskanzlerin. Die Schulpolitik falle zwar in den Verantwortungsbereich der Länder, doch der Bund beteilige sich mit unterstützenden Maßnahmen etwa in der beruflichen Bildung oder bei der Verbesserung von Studienbedingungen an Hochschulen. "Dies tun wir, weil wir davon überzeugt sind, dass Bildung der Schlüssel für unsere Zukunft ist", betont Merkel.
Wiesbaden, 23.11.2011 – Statistik: Zahl der Erstsemester steigt im Studienjahr 2011 um 16 Prozent
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Erstsemester ist im Studienjahr 2011 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, nahmen nach ersten vorläufigen Ergebnissen 515.800 Studienanfänger ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Die Zahl der männlichen Studienanfänger nahm mit 23 Prozent deutlich stärker zu als die der weiblichen mit neun Prozent. In Bayern nahmen rund 32 Prozent mehr Studierende ein Studium auf als im Vorjahr. Auch Nordrhein-Westfalen verzeichnet ein Plus von 22 Prozent und Niedersachsen ein Plus von 19 Prozent. Die Zahl der Studienanfänger in Brandenburg, dem Saarland und Thüringen blieb hingegen nahezu konstant. Rund 58.600 Studierende begannen im ersten Fachsemester ein Studium in Maschinenbau/Verfahrenstechnik, ein Plus von 21 Prozent. 48.400 schrieben sich erstmalig im Studienbereich Informatik ein, 26.400 in Elektrotechnik und 17.900 im Bereich Bauingenieurwesen.
Berlin, 20.11.2011 - Lernstudie offenbart deutliches Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eine neue Bildungsstudie offenbart große Unterschiede innerhalb Deutschlands. Im "Deutschen Lernatlas 2011" der Bertelsmann Stiftung schneidet der Süden durchweg deutlich besser ab als der Norden, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab. "Die schlechtesten Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg und Bayern", bilanziert die Stiftung, seien "immer noch besser als die besten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern." Die Studie untersucht, wie gut es sich in den rund 400 Kreisen und kreisfreien Städten der Republik lernen lässt. Dabei wird nicht nur das Lernen in Schulen, Hochschulen oder Betrieben betrachtet, sondern auch das persönliche und soziale Engagement der Bürger. Den besten Gesamtwert erzielt der Landkreis Main-Spessart, den schlechtesten die Stadt Wismar. Die Stiftung misst den Lernbedingungen auch wirtschaftliche Bedeutung bei. Durch Lernen erhöhen sich "das Wohlbefinden des Einzelnen und der Wohlstand einer Gesellschaft", sagt Vorstandsmitglied Jörg Dräger. Mit der Studie will die Stiftung eine Diskussion über lebenslanges Lernen anstoßen. Sie stützt sich auf die UNESCO-Kommission "Bildung für das 21. Jahrhundert", die vier Bereiche des Lernens skizziert hatte. Auch der "Lernatlas" benennt vier Lernbereiche und misst für jeden die Gegebenheiten in Deutschland.
München 18.11.2011, - Zeitung: Bayern will kostenloses letztes Kindergartenjahr einführen
München (dts Nachrichtenagentur) - Eltern in Bayern dürfen ihre Vorschulkinder aller Voraussicht nach vom nächsten Jahr an kostenlos in das letzte Kindergartenjahr schicken. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) haben sich die beiden Koalitionspartner CSU und FDP in der Frage mittlerweile so weit angenähert, dass das Kabinett den Plan an diesem Samstag bei einer Kabinettsklausur am Tegernsee beschließen dürfte. Dann würde vom 1. September 2012 an der Freistaat alle Beiträge übernehmen, die die Eltern bislang im dritten Kindergartenjahr zahlen müssen. Die Kindergartenpläne sind Teil eines groß angelegten Finanzprogramms über 700 Millionen Euro, mit dem der Freistaat im Nachtragshaushalt einen Teil der unerwartet hohen Steuermehreinnahmen in mehreren Schwerpunktbereichen investieren will. Am Donnerstagabend gab es bei einem Sitzungsmarathon des sogenannten Koalitionsausschusses, der sechs Stunden länger dauerte als geplant, nach Angaben aus Koalitionskreisen "große Fortschritte" beim Thema Kindergarten. Nach letzten Zahlen aus dem Koalitionsausschuss würde das Projekt jährlich zwischen 120 und 150 Millionen Euro kosten. Das würde für 2012 anteilig 40 bis 60 Millionen bedeuten. Die Entlastung der Eltern bei den Gebühren nach dem Vorbild anderer Bundesländer wird im Freistaat schon länger diskutiert. Sie kam auf Wunsch der FDP auch in den schwarz-gelben Koalitionsvertrag von CSU und FDP. Auch die Opposition hat ein kostenloses Jahr als Einstieg in eine völlige Kostenfreiheit der Vorschul-Bildung schon wiederholt gefordert.
Berlin, 17.11.2011 - Bundesweite Demonstrationen für bessere Bildung
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesweit haben am Donnerstag tausende Schüler, Studenten und Auszubildende für eine bessere Bildungspolitik demonstriert. Allein in Köln und Dortmund versammelten sich rund 1.000 junge Menschen zum Protest. Sie forderten bessere Lernbedingungen, zusätzliche Lehrer für weniger Klassen und mehr Geld für Bildung. In München demonstrierten rund 1.500 junge Leute für eine Abschaffung der Studiengebühren und mehr Mitbestimmungsrechte. Auch in anderen großen Städten darunter Berlin, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt, machten die Demonstranten ihren Forderungen Nachdruck. Zu den Protesten hatte die Initiative "Bildungsstreik" im Internet aufgerufen. Angesichts der landesweiten Proteste forderte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) von Bund und Ländern, die Hochschulen auf den Ansturm von immer mehr Studienanfängern vorzubereiten. Im laufenden Wintersemester würden nach Angaben von GEW-Vorstand Andreas Keller 50.000 Studienanfängerplätze fehlen.
Berlin, 14.11.2011 - Studie: Nur zwei von drei Kindern und Jugendlichen frühstücken
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nur zwei von drei elf- bis 15-Jährigen in Deutschland frühstücken täglich. Das ergab eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Laut der Untersuchung steigt der Anteil derjenigen, die morgens das Frühstück auslassen, mit dem Alter. Bei den 15-Jährigen in Deutschland verzichtet jeder zweite darauf. Dabei findet sich ein deutlicher Einfluss der sozialen Lage: Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen gehen häufiger ohne Frühstück aus dem Haus. Dass so viele Jugendliche auf das Frühstück verzichten, könnte, so die Forscher, mit dem Wunsch verbunden sein, das Gewicht zu reduzieren: Laut der Studie findet sich jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge zu dick, und jedes sechste Mädchen und jeder zehnte Junge machen aktuell eine Diät.
Berlin, 13.11.2011 -Studie: Deutsche Kinder nicht mehr die dicksten Europas
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der deutsche Nachwuchs ist nicht mehr der dickste in Europa. Dies ist dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge ein Ergebnis der so genannten Idefics-Studie, der mit 16.200 Teilnehmern aus acht Ländern größten Erhebung in der EU zu Kinderernährung. Demnach erwiesen sich 16 Prozent der in Deutschland lebenden Zwei- bis Zehnjährigen als übergewichtig oder fett. Spitzenreiter ist Italien mit 42 Prozent. Dem Studienleiter Wolfgang Ahrens aus Bremen zufolge stellte sich heraus, dass gesunde "Mittelmeerkost" mit viel Gemüse und Fisch inzwischen eher in Deutschland und Schweden verzehrt wird als im Süden. "Das Mittelmeer wandert nach Norden", so Ahrens. Zudem stellten die Forscher fest, dass Lebensstil wie Bewegung oder Schlaf mehr ins Gewicht fällt als die Bevorzugung einzelner Speisen. 2007 war eine Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen, dass Deutschland europaweit den höchsten Anteil an übergewichtigen Kindern hat.
Berlin, 12.11.2011 - Schavan plant Lese-Offensive für Kleinkinder
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) plant eine Lese-Offensive für die Kleinsten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. Damit sollen Kinder von klein auf an Bücher herangeführt werden. Das Projekt soll "Lesestart" heißen und am "Tag des Lesens" (18. November) anlaufen. Nach Informationen der Bild-Zeitung, erhalten Kinder in besonderen Problembezirken drei kostenlose Bücherpakete. Das erste im Alter von einem Jahr enthält Bilderbücher und soll das Lernen der Sprache fördern. Es wird beim Kinderarzt ausgegeben. Paket Nummer zwei gibt es zum 3. Geburtstag in der örtlichen Bücherei, das dritte Buchpaket mit sechs Jahren in der Grundschule. 26 Millionen Euro soll das Langzeitprojekt gemeinsam mit der "Stiftung Lesen" bis 2018 kosten. Dabei sollen auch Eltern lernen, wie wichtig Lesen und Vorlesen ist.
Berlin 12.11.2011 - Umfrage: 80 Prozent der Deutschen wollen Betreuungsgeld lieber in Kita-Ausbau stecken
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet anstelle des von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Betreuungsgeldes einen stärkeren Ausbau von Kindertagesstätten in Deutschland. 80 Prozent der Bundesbürger wollen nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag", dass die für das Betreuungsgeld veranschlagten Mittel stattdessen in die Schaffung von Kita-Plätzen fließen sollen. Nur 20 Prozent lehnen das ab. Weil der Betreuungsausbau stockt und der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab 2013 in Gefahr ist, will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) die Länder zwingen, ab Januar 2012 monatlich Rechenschaft abzulegen. Schröder in "Bild am Sonntag": "Die Uhr tickt, deshalb reicht es nicht mehr, dass wir wie bisher nur einmal im Jahr auf die Kita-Statistik schauen. Wir werden die Bewirtschaftungsregeln für den Kita-Ausbau ab 2012 verschärfen. Wir wollen von den Ländern künftig jeden Monat ganz genau wissen, wie viele neue Plätze sie bauen wollen und wie viel eigenes Geld sie dafür in die Hand nehmen."
Wiesbaden, 08.11.2011 – Statistik: 25,4 Prozent der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreuten Kindern unter drei Jahren hat im März 2011 bei 25,4 Prozent gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist Zahl an allen Kindern dieser Altersgruppe gegenüber dem Vorjahr um rund 45.000 auf insgesamt 517.000 Kinder gestiegen. Der Anstieg ist jedoch deutlich geringer als im Vorjahr: Zwischen März 2009 und März 2010 hatte sich die Zahl der Betreuungsplätze noch um rund 55.000 Plätze erhöht. Unterteilt nach Einzelaltersjahren zeigt sich eine unterschiedliche Inanspruchnahme. Im März 2011 haben die Eltern von jedem vierten Kind im Alter von einem Jahr ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen. Bei Kindern im Alter von zwei Jahren lag die Betreuungsquote bereits bei 47,2 Prozent. Eine vergleichsweise geringe Bedeutung hat die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter einem Jahr. Die Betreuungsquote betrug hier 2,6 Prozent.
Auf dem Krippengipfel 2007 hatten Bund, Länder und Kommunen vereinbart, bis zum Jahr 2013 für 750.000 Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege bereitzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen noch mehr als 230.000 Plätze für Kleinkinder geschaffen werden. Ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 sieht das Kinderförderungsgesetz von Dezember 2008 zudem einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz mit Vollendung des 1. Lebensjahres vor.
München, 07.11.2011 – Bericht: Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung nicht erfüllbar
München (dts Nachrichtenagentur) – Die westdeutschen Bundesländer werden voraussichtlich ihr Ziel deutlich verfehlen, im Jahr 2013 für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anzubieten. Das zeigen die amtlichen Statistiken der Länder, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegen. Demnach gab es im März 2011 nur für knapp zwanzig Prozent der Kleinkinder einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Bund und Länder hatten den Ausbau der Kinderkrippen im Jahr 2007 vereinbart. Der Bund versprach den Ländern damals, dafür bis zum Jahr 2013 insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Beide Seiten legten sich auf eine Betreuungsquote von 35 Prozent fest. Gleichzeitig wurde festgeschrieben, dass Eltern von August 2013 an einen Rechtsanspruch auf Betreuung ihrer ein- bis dreijährigen Kinder haben. Weil sich der Ausbau der Betreuungseinrichtungen sogar verlangsamt hat, werden die zweieinhalb verbleibenden Jahre kaum ausreichen, um die Lücken zu füllen. Das Statistische Bundesamt wird am Dienstag Daten über die Versorgung mit Kita-Plätzen veröffentlichen. Sollte das bisherige Ausbau-Ziel erreicht werden, müsste es bis August 2013 gelingen, zusätzlich etwa 250.000 Kinder in Kitas oder bei Tagesmüttern unterzubringen. Ein solches Tempo erscheint angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre unwahrscheinlich. So lag der Zuwachs zwischen März 2010 und März 2011 in Westdeutschland bei nur 40.000 Plätzen. In den Vorjahren hatten die Länder Zuwächse von maximal 45.000 Plätzen erreicht. Die aktuelle Rechnung basiert auf Angaben aller zehn statistischen Landesämter Westdeutschlands. Das Land mit der niedrigsten Betreuungsquote bleibt Nordrhein-Westfalen. Dort gab es nach vorläufigen Angaben des statistischen Landesamtes im März 2011 nur für 15,9 Prozent aller Ein- bis Dreijährigen einen Betreuungsplatz. Bei den übrigen westdeutschen Ländern fällt lediglich Rheinland-Pfalz positiv auf. Dort gelang es im vergangenen Jahr, die Betreuungsquote
von zwanzig auf fast 25 Prozent zu steigern.
Berlin, 06.11.2011 – Ministerin Schröder kritisiert Sparsamkeit der Länder bei Kita-Ausbau
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) drängt die Länder, sich stärker beim Ausbau der Kindertagesbetreuung zu engagieren. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab. Von 2,15 Milliarden Euro, die der Bund bis 2013 bereitgestellt hat, sind bis Oktober erst 1,24 Milliarden Euro abgerufen worden. Von 2013 an will der Bund Kindern über einem Jahr einen Betreuungsplatz garantieren. Nach Schätzungen des Familienministeriums müssen dazu aber noch über 200.000 neue Kitaplätze geschaffen werden. "Ich verstehe die Länder nicht, das Bundesgeld ist da, und die Zeit drängt", sagte Schröder dem Magazin.
Berlin, 01.11.2011 – Studie: Vorlesen fördert Entwicklung von Kindern
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Je mehr einem Kind vorgelesen wird, desto besser entwickelt es sich. So lautet das Fazit einer Studie der Wochenzeitung "Die Zeit", der Deutschen Bahn und der Stiftung Lesen zur Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern. Hierfür wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren nach ihren Vorlese-Erfahrungen befragt. Besonders deutlich zeige sich dies in den schulischen Leistungen von Kindern aus Elternhäusern mit einfacher Bildung. "In den Fächern Deutsch und Mathe haben `Vorlese-Kinder` bis zu 0,4 Notenpunkte bessere Ergebnisse als Kinder, denen nicht vorgelesen wurde", führte Bahnchef Rüdiger Grube aus. "Beide Fächer vermitteln Basiskompetenzen für Ausbildungsfähigkeit und Berufszugang. Als einem der größten Arbeitgeber in Deutschland ist es uns ein Anliegen, diese zu fördern."