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Aktuelles im Januar

Washington, 31.01.2012 - Studie: Mutterliebe fördert Wachstum kindlicher Gehirne

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Mütterliche Zuwendung und Unterstützung beeinflusst das Wachstum bestimmter Gehirnregionen von Kleinkindern positiv. Zum diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in den "Proceedings" der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. Die Studie wurde an der Washington Universität in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri durchgeführt. Den Forschern zufolge wird durch eine starke mütterliche Zuwendung die Hirnregion Hippocampus gefördert, die wichtig für die Entwicklung des Gedächtnisses, für Emotionen und für den Umgang mit Stress ist. Dafür wurden 92 Kinder im Alter von drei Jahren unterschiedlichen psychologischen Tests unterzogen, die nach drei Jahren noch einmal wiederholt wurden. Die Forscher stellten dabei einen Zusammenhang zwischen dem ermittelten sogenannten "Zuwendungsindex", der die Intensität der mütterlichen Zuwendung anzeigt, und der Größe des Hippocampus fest. Allerdings schließen die Wissenschaftler nicht aus, dass auch andere Kriterien als Mutterliebe die Größe des kindlichen Hippocampus erklären könnten. Auch Geschlecht und Alter etwa spielten offenbar eine Rolle.


Berlin, 31.01.2012 - Familien verbringen Freizeit meist mit Reden, Essen und Ausruhen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Familienleben findet in Deutschland meist entspannt statt. Wie das Bildungsmagazin "Focus Schule" unter Berufung auf eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest meldet, sind die wichtigsten Familienbeschäftigungen das Reden (96 Prozent), Essen (93 Prozent) oder gemeinsames Ausruhen (67 Prozent). Hausaufgaben oder Lernen kommen erst an vierter Stelle (44 Prozent), gefolgt von Spielen (39 Prozent), Treffen mit Verwandten oder Freunden (27 Prozent) sowie Malen, Basteln oder Handwerken (20 Prozent). Gemeinsam zum Einkaufsbummel macht sich jede zehnte Familie häufig auf, acht Prozent unternehmen Ausflüge und sechs Prozent betreiben regelmäßig Sport. In der repräsentativen Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) wurden Eltern und Kinder gefragt, welche Aktivitäten sie täglich oder mehrmals pro Woche gemeinsam ausüben. Die Ergebnisse werden am 2. Februar vorgestellt.


Wien, 30.01.2012 - Studie: Kinderkriegen im Familienkreis wirkt ansteckend

Wien (dts Nachrichtenagentur) - Junge Frauen regt Nachwuchs in der engeren Familie zu eigenen Kindern an. Das berichtet das Magazin "Apotheken Umschau" unter Berufung auf eine Studie des Wiener Instituts für Demographie. Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Erhebung die Daten von 110.000 Geschwisterpaaren aus Norwegen. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Kinderkriegen im Familienkreis regelrecht ansteckend wirkt. Bekommen eine Schwester oder Schwägerin ein Kind, steigt demnach für die noch Kinderlosen die Wahrscheinlichkeit um das Doppelte, selbst innerhalb des nächsten Jahres auch schwanger zu werden. Ausschlaggebend für dieses Verhalten sei das Vorbild einer gelungenen Elternrolle.


Wiesbaden, 27.01.2012 - Statistik: Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Gesamtzahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland hat sich zum Jahresende 2010 gegenüber 2006 - dem Zeitpunkt der letzten Erhebung - um rund fünf Prozent auf 29.200 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sank dabei die Zahl der Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft um 1,8 Prozent. Die freien Träger betrieben dagegen 4,6 Prozent mehr Einrichtungen als vier Jahre zuvor; ihr Anteil an den Einrichtungen insgesamt lag bei rund 76 Prozent. Daneben gab es 2010 weitere fast 3.500 Einrichtungen und Geschäftsstellen der Jugendhilfeverwaltung. Die Zahl der Beschäftigten in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe stieg bundesweit gegenüber 2006 auf 195.200 Personen. Davon waren fast 50.000 Personen in der Heimerziehung tätig, mehr als 20.000 in der freizeitbezogenen offenen Jugendarbeit. Rund 89.800 Beschäftigte hatten einen Hochschulabschluss. 41.400 waren Erzieher und Erzieherinnen.


Nürnberg, 26.01.2012 - Bericht: Kinderarmut in Deutschland geht zurück

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland müssen immer weniger Kinder von Hartz IV leben. Dies geht laut der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) aus einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. In den fünf Jahren von September 2006 bis September 2011 sank demnach die Zahl der unter 15-Jährigen, die die staatliche Grundsicherung erhielten, von 1,9 Millionen um etwa 257.000 auf knapp 1,64 Millionen. Besonders deutlich war danach der Rückgang im vergangenen Jahr: Von September 2010 bis 2011 schrumpfte die Zahl der unter 15-Jährigen in Hartz-IV-Haushalten um fast 84.000. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt wertete dies als Erfolg: "Weniger Kinder in Hartz IV bedeutet, dass es den Jobcentern gelungen ist, ihre Eltern in Beschäftigung zu integrieren." Die Chance, eine Arbeit zu finden, sei heute deutlich besser als vor drei oder vier Jahren. "Auch Langzeitarbeitslose oder Geringqualifizierte profitieren verstärkt von der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes", sagte er der SZ. Die neue Auswertung der Bundesagentur zeigt nach Angaben der Zeitung, dass es große regionale Unterschiede gibt: Im Fünf-Jahres-Vergleich schneidet Bayern am besten ab mit einem Minus von gut 22 Prozent. In Stadtstaaten wie Bremen oder Hamburg oder im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen lag der Rückgang dagegen zum Teil deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von minus 13,5 Prozent. Schlusslicht ist Berlin: In der Bundeshauptstadt hat sich die Zahl der hilfebedürftigen Kinder im gleichen Zeitraum nur um 1,2 Prozent verringert. Mehr als jedes dritte Kind unter 15 Jahren lebt der BA zufolge in Berlin von Hartz IV. Bundesweit treffe dies auf fast jedes siebte (15,1 Prozent) zu. BA-Vorstandsmitglied Alt sieht nicht nur Fortschritte: Es sei noch nicht überall gelungen, "Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik intelligent aufeinander abzustimmen". Nötig sei ein Zusammenspiel verschiedener Akteure wie Kindergärten, Schulen, Unternehmen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und der kommunalen Jugendhilfe, "damit sich nicht Hartz-IV-Strukturen in zweiter oder dritter Generation bilden. Armut darf sich nicht vererben", sagte Alt. Auch Markus Grabka, Sozialexperte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), warnte davor, die Zahlen überzubewerten. "Kinderarmut bleibt das zentrale sozialpolitische Problem in Deutschland." Wenn Eltern mit ihren Kinder aus Hartz IV rauskämen, sei das längst keine Garantie, nicht von Armut betroffen zu sein. Das Risiko bestehe gerade auch für Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten.

 

Berlin, 24.01.2012 - DGB fordert Krippengipfel und Verzicht auf das Betreuungsgeld

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vor einem Scheitern des geplanten Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren gewarnt, der von 2013 an greifen soll. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag): "Wir brauchen schleunigst einen Krippengipfel, bei dem sich Bund, Länder und Kommunen auf einen Plan zur Umsetzung des Rechtsanspruchs einigen." Bei der Finanzierung des Krippenausbaus werde derzeit auf allen Ebenen "Schwarzer Peter" gespielt, kritisierte Sehrbrock. "Dieses Gegeneinander muss aufhören." Es fehlten noch 230.000 neue Betreuungsplätze und 9.000 Erzieher. Der Rechtsanspruch sei daher "noch nicht in Sack und Tüten". Sehrbrock forderte die Bundesregierung auf, das ab 2013 geplante Betreuungsgeld zu streichen. Die veranschlagten zwei Milliarden Euro müssten in den Krippenausbau investiert werden. "Damit wäre schon viel geholfen", sagte Sehrbrock. Insgesamt kostet die Umsetzung des Vorhabens Bund, Länder und Gemeinden zwölf Milliarden Euro.

 

Cambridge, 22.01.2012 - Studie: Stubenhocker sind öfter kurzsichtig

Cambridge (dts Nachrichtenagentur) - Frische Luft ist offenbar auch gut für die Augen. Das fanden Augenärzte der britischen Universität Cambridge heraus, berichtet das Magazin "Apotheken Umschau". Die Mediziner werteten dazu die Daten von 10.000 Personen aus insgesamt acht älteren Studien aus. Jugendliche, die sich viel draußen aufhalten, sind demnach seltener kurzsichtig, als Kinder, die viel Zeit drinnen verbringen. Jede Stunde, die Kinder pro Woche im Freien verbringen, senkt laut den Forschern das Risiko für Kurzsichtigkeit im Durchschnitt um etwa zwei Prozent. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten Faktoren wie die Aussetzung gegenüber natürlichem Licht und die Zeit, die die Kinder im Freien ferne Objekte ansehen, für die Ergebnisse verantwortlich sein.

 

Essen, 20.01.2012 -Karstadt ruft Kinderspielzeug zurück

Essen (dts Nachrichtenagentur) - Die Essener Warenhauskette Karstadt hat am Freitag zwei Kinderspielzeuge zurückgerufen. Wie das unternehmen mitteilte, handelt es sich dabei um den "Babalu Aufzieh-Flitzer" in Form von Feuerwehr- und Polizeiautos. Bereits bei geringer Krafteinwirkung auf Helm oder Mütze des Fahrers, kann sich der Helm oder die Mütze lösen. Dieses Kleinteil kann bei Verschlucken für Kleinkinder eine ernsthafte Gefahr darstellen, hieß es weiter. Kunden können das Spielzeug in allen Karstadt-Filialen zurückgeben und erhalten den Kaufpreis von 4,99 Euro zurück. Karstadt entschuldigte sich ausdrücklich für die "entstandenen Unannehmlichkeiten".

 

18.01.2012 - Arbeitgeber kritisieren Vernachlässigung der Berufsschule

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Berufsschulen werden nach Ansicht der Arbeitgeber in der Bildungsdebatte "oft zu wenig beachtet". Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels und des wachsenden Trends zur akademischen Ausbildung dürften sie jedoch nicht länger ein "Nebenkriegsschauplatz" sein, fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in ihrem neuen Konzept "Berufsschule der Zukunft", das dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) vorliegt. Mehr denn je komme es darauf an, Berufsschulen fit zu machen für die Zukunft. Dafür müssten die Schüler vor allem mehr als bisher ganz individuell gefördert werden. Darüber hinaus sei es notwendig, die Kooperation mit den Betrieben zu verbessern, heißt es in dem Konzept. Die Herausforderungen sind enorm: Während die Zahl der Schulabgänger insgesamt sinkt, entscheidet sich ein immer größerer Teil für ein Studium. Viele Betriebe können anders als früher nicht mehr auswählen, sondern müssen froh sein, wenn sie genug Auszubildende finden. Die Klientel der Berufsschulen wird damit heterogener und schwieriger. So steigt nicht nur der Anteil schlechter Schulabgänger, sondern auch der der Migranten unter den Auszubildenden, da diese seltener eine akademische Laufbahn einschlagen. Deshalb fordert die BDA, dass die Berufsschulen neben Nachhilfe auch verstärkt Sprachkurse anbieten. Hintergrund sind neben dem Bewerberrückgang die steigenden Anforderungen der dualen Berufsausbildung: Berufe werden komplexer, der Modernisierungsdruck steigt. Damit die derzeit noch rund 1,6 Millionen Berufsschüler intensiver betreut werden können, setzt sich die BDA für mehr und besser ausgebildete Berufsschullehrer ein. Nach Angaben der Kultusminister ist jedoch der Lehrermangel in den Berufsschulen am höchsten - besonders in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Hier gelte es, Hürden für Quereinsteiger weiter zu senken. Das passiere zwar teilweise, "eine gezielte Werbung zum Beispiel um Praktiker findet jedoch kaum statt", bemängelt die Berufsschulexpertinder BDA, Tanja Nackmayr. Grundsätzlich fordern die Arbeitgeber mehr Autonomie und vor allem Budgethoheit für die Berufsschulen. "Mittel, die durch sinkende Schülerzahlen eingespart werden, müssten dringend im System bleiben", sagte Nackmayr. Wo es dennoch nicht für die nötige Ausstattung mit moderner Technik reicht, sollten Berufsschulen weit mehr mit externen Partnern kooperieren. Das scheitere aber oft an Kleinigkeiten wie Versicherungsfragen.

 

Wiesbaden, 18.01.2012 - Öffentliche Hand gab 2010 rund 28,9 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2010 insgesamt rund 28,9 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,6 Milliarden Euro wendete die öffentliche Hand netto rund 26,3 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2009 entspricht das einer Steigerung um 8,2 Prozent. Der größte Teil der Bruttoausgaben (62 Prozent) entfiel mit rund 17,8 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, 9,9 Prozent mehr als 2009. Gut ein Viertel der Bruttoausgaben wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf.

 

Wiesbaden, 13.01.2012 - Statistisches Bundesamt rechnet für 2011 mit Bevölkerungszunahme

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2011 erstmals nach acht Jahren Rückgang leicht gestiegen sein. Wie die Behörde weiter mitteilte, lebten am Jahresende voraussichtlich über 81,80 Millionen Personen und damit deutlich über 50.000 Personen mehr als im Vorjahr in Deutschland. Ursache hierfür sind die hohen Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland: Erstmals nach 2002 können sie das Geburtendefizit - die Differenz aus Geburten und Sterbefällen - mehr als ausgleichen. Für das Jahr 2011 wird mit 660.000 bis 680.000 lebend geborenen Kindern und mit 835.000 bis 850.000 Sterbefällen gerechnet. Daraus wird sich voraussichtlich ein Geburtendefizit von etwa 170.000 bis 185.000 ergeben. 2010 betrug es 181.000; den 859.000 Sterbefällen standen 678.000 Geburten gegenüber. 2011 sind der Schätzung zufolge mindestens 240.000 Personen mehr aus dem Ausland zugezogen als ins Ausland fortgezogen. Einen vergleichbar hohen Wanderungsgewinn gab es zuletzt 2001. Im Jahr 2010 lag er bei 128.000. Großen Anteil an dieser positiven Entwicklung der Wanderungsergebnisse haben die Zuzugszahlen aus den im Jahr 2004 der Europäischen Union beigetretenen Staaten, vor allem aus Polen. Seitdem seit Mai 2011 für sie die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt, ziehen pro Monat durchschnittlich mehr als 28.000 Personen aus diesen EU-Staaten zu. In den ersten vier Monaten 2011 waren es nur rund 15.000. Der Anteil der Zuzüge aus diesen Ländern an der Gesamtzuwanderung hat sich dadurch von etwa einem Viertel auf knapp ein Drittel erhöht.


Baierbrunn, 11.01.2012 - Umfrage: Jedes Dritte Kind hätte gern mehr Zeit zum spielen

Baierbrunn (dts Nachrichtenagentur) - Der Terminkalender ist oft schon bei den Jüngsten voll bis oben hin: Mehr als jedes dritte Kind im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren in Deutschland beschwert sich mittlerweile darüber, wegen anderer Aufgaben und Termine nicht ausreichend Zeit zum Spielen zu haben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Baby und Familie". Je älter die Kinder werden, desto größer wird dabei der Terminstress: Sind es bei den 6- bis 7-Jährigen 24,7 Prozent, die gerne mehr Zeit zum Spielen hätten, sind es bei den 8- bis 9-Jährigen schon 32,7 Prozent. Und bei den 10- bis 12-Jährigen bemängelt jeder Zweite Hausaufgaben, Sportverein oder Musikunterricht ließen ihnen zu wenig Zeit zum Spielen


Berlin, 08.01.2012 - Wulff-Debatte: Lehrerverband warnt vor Politikverdrossenheit an Schulen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Lehrerverband hat vor den Folgen der Debatte um Bundespräsident Christian Wulff für das Interesse von Schülern und Lehrern an politischen Themen gewarnt. "Die mittlerweile vier Wochen quälender öffentlicher Debatte um den Bundespräsidenten, dessen Porträtbild übrigens in vielen Schulen hängt, sind alles andere als geeignet, Schüler und Lehrer für engagiertes politisches Diskutieren zu gewinnen", sagte Verbandspräsident Josef Kraus der Onlineausgabe des "Handelsblatts". "Allerdings sollten die Schulen die aktuellen Vorgänge um den Bundespräsidenten als eine Chance für ausgewogene politische Bildungsarbeit sehen", fügte Kraus hinzu. Dabei müsse in der gebotenen Differenzierung durchaus auch diskutiert werden, welche Rolle die Medien als sogenannte vierte Gewalt spielen "und was es bedeutet, wenn der Träger des obersten Amtes im Staate nicht ohne eigenes Zutun am kurzen Zügel der Medien hängt". Diese Aufklärungsarbeit sei auch deshalb nötig, weil die allgemeine Politik- und Politikerverdrossenheit "tagtäglich auch in den Schulen zu spüren" sei, betonte Kraus.

 

Wiesbaden, 06.01.2012 - Statistik: Abstand zwischen Geschwistern beträgt durchschnittlich vier bis fünf Jahre

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Altersabstand zwischen Geschwistern beträgt in Deutschland durchschnittlich vier bis fünf Jahre. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 307.000 der insgesamt 680.000 Neugeborenen waren im Jahr 2010 bereits das zweite oder dritte Kind ihrer Mutter. Ihr Anteil an allen 2010 geborenen Kindern betrug 45 Prozent. Nur fünf Prozent waren das vierte oder weitere Kind. Gegenüber 2009 stieg die Zahl zweiter und dritter Geburten um 8.000. Die 2010 geborenen zweiten Kinder waren im Durchschnitt vier Jahre jünger als ihre erstgeborenen Geschwister. Die dritten Kinder kamen durchschnittlich fünf Jahre nach dem Geburtstag des zweiten Kindes zur Welt.