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Aktuelles im Dezember

Berlin, 30.12.2012 - Familienministerin will Väterbeteiligung an Elternzeit ausweiten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat ein positives Fazit der Vätermonate beim Elterngeld gezogen und weitere Maßnahmen angekündigt, um noch mehr Väter für die Elternzeit zu gewinnen. Es gebe "starke Verunsicherungen" bei beiden Elternteilen, da für Väter genauso wie für Mütter die zeitliche Inanspruchnahme durch die Kinderbetreuung ein "Knackpunkt" sei. Darauf müsse die Politik reagieren, sagte die Ministerin "Handelsblatt-Online". "Der Schlüssel liegt darin, die Arbeitszeiten zu verbessern durch mehr Teilzeit, zum Beispiel eine Reduzierungsmöglichkeit auf 80 Prozent", sagte Schröder. Dazu gehöre auch "mehr praktische Anerkennung" für Elternzeit. Gleichwohl sei sie "sehr froh" darüber, dass der Anteil der Väter an der Kinderbetreuung immer weiter angestiegen sei auf mittlerweile gut ein Viertel der Väter. "Das ist vor fünf Jahren, als das Elterngeld eingeführt wurde, noch ganz anders gewesen", sagte Schröder. "Mir fallen nicht viele politische Maßnahmen ein, die in so kurzer Zeit so viel bewirkt haben." Die CDU-Politikerin führt die positive Entwicklung darauf zurück, dass inzwischen für viele Väter ihrer Generation das Vatersein "zum ganz wichtigen Thema" geworden sei. Laut Daten aus dem Familienministerium haben für Kinder, die im 2. Quartal 2010 geboren wurden, 25,4 Prozent der Väter Elterngeld in Anspruch genommen. In einigen Bundesländern ist demnach schon eine deutlich höhere Väterbeteiligung zu verzeichnen: Beispielsweise liegt sie in Sachsen bei 32,8 Prozent, in Bayern bei 32,3 Prozent und in Berlin bei 31,1 Prozent. Zum Vergleich: 2008 lag die Väterbeteiligung laut Ministeriumsangaben noch bei 21 Prozent. Das 2007 durch das Elterngeld abgelöste Erziehungsgeld bezogen nur 3,5 Prozent der Väter. Das Elterngeld wird in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt eines Kindes an den Elternteil gezahlt, der eine Erziehungspause einlegt. Es beträgt 67 Prozent des Nettogehalts, maximal aber 1800 Euro. Die Zahlung kann auf 14 Monate erweitert werden, wenn Väter mindestens zwei Monate davon nehmen.


Hannover, 28.12.2011 - Polizei Hannover klärt acht Fälle über Facebook

Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Die Polizei Hannover hat eine positive Bilanz ihrer im März gestarteten Fahndung über Facebook gezogen und insgesamt acht Fälle über das Soziale Netzwerk lösen können. "Für uns ist Facebook eine Chance, Zielgruppen anzusprechen, die man über klassische Medien nicht erreicht - vor allem junge Leute", sagte Polizeisprecher Heiko Steiner. Auf diese Weise konnten die Beamten mehrere Körperverletzungen und Diebstähle aufklären sowie zwei vermisste Kinder erfolgreich ihren Familien übergeben. Bislang veröffentlichte die Polizei rund 60 Aufrufe. Seit vier Wochen fahnden die Hannoveraner Beamten auch nach einem mutmaßlichen Mörder und veröffentlichten dazu das Phantombild des Mannes auf Facebook. Ein Großteil der rund 500 Hinweise ging bisher über das Netzwerk ein. "Es ist eine immense Resonanz, so erhöht sich auch der Fahndungsdruck auf den Täter", sagte Steiner. Die Polizei Hannover hat inzwischen rund 81.000 Fans.


Berlin, 24.12.2011 - Bundesärztekammer-Präsident für neue Definition von Schulzeiten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine neue Definition der Schulzeiten in Deutschland ausgesprochen. Die Vorschule müsse in die Berechnung einbezogen werden, sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Nur so könne man die jüngsten Anforderung der europäischen Kommission einhalten, nach der europaweit zwölf Schuljahre Voraussetzung für einen Pflegeberufs sein sollen. "Nicht jede Krankenschwester muss die Hochschulreife besitzen", sagte Montgomery. Er warnte davor, eine solche Über-Akademisierung des Pflegeberufs zur Konsequenz eines Anfang der Woche veröffentlichten Vorschlags der EU-Kommission zu machen. "Das würde das Nachwuchsproblem bei Schwestern und Pflegern deutlich verschärfen", sagte Montgomery. Deutschland kann die Richtlinie alleine nicht verhindern und die zwölfjährige Schulzeit für Pflegekräfte ist in den meisten europäischen Ländern die Regel. "Die Gesundheitspolitik ist aber nur in zweiter Linie zum Handeln aufgerufen", betonte der Ärztekammer-Chef. Notwendig seien vielmehr Änderungen in der Bildungspolitik. "Der Ball liegt im Spielfeld von Bildungsministerin Annette Schavan und ihrer Kollegen in den Ländern", sagte Montgomery. Tatsächlich dauere die schulische Ausbildung in den meisten anderen europäischen Ländern auch nicht länger als in Deutschland. Im Gegensatz zum Verfahren in der Bundesrepublik zählten aber die Jahre in der Vorschule mit. "Bei uns wird diese Zeit nicht angerechnet", sagte Montgomery. Die Lösung sei also nicht, die künftigen Pflegekräfte bis zum Abitur auszubilden, sondern die vorschulischen Jahre genauso anzurechnen wie dies in den europäischen Nachbarstaaten der Fall sei.

 

Berlin, 19.12.2011 - DIHK-Chef beklagt Defizite bei der Betreuung von Grundschülern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, fordert eine politische Kraftanstrengung, um die Betreuung von Grundschülern zu verbessern. "Wer Familie und Beruf unter einen Hut bringen muss, für den ist eine verlässliche Kinderbetreuung enorm wichtig", sagte Driftmann der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Dabei gehe es nicht nur um die Kleinkinder, mindestens genauso wichtig sei die Versorgung der Grundschüler. Denn bei deren Nachmittagsbetreuung bestehe erheblicher Nachholbedarf, sagte der DIHK-Chef. In vielen Grundschulen fehle ein solches Angebot ganz, und die bestehenden Angebote schlössen fast immer spätestens um 17 Uhr. "Das ist mit dem Arbeitsalltag nur schwer zu vereinbaren und zwingt Eltern beispielsweise dazu, ihre Arbeitszeit zu reduzieren", sagte Driftmann dem Blatt. Auch die langen Ferien stellten die Eltern vor Probleme, da die Schulferien erheblich länger seien als die Beschäftigten Urlaub nehmen könnten. Hier brauche man Ferienbetreuungsangebote. Driftmann verwies darauf, dass es Unternehmen gebe, die für ihre Mitarbeiter Angebote organisierten. Manche stellten zum Beispiel ein Büro für die Hausaufgaben nach der Schule bereit. Andere Betriebe kooperierten mit Sportvereinen und böten Ferienprogramme an. "Aber letztlich ist die Bereitstellung der Kinderbetreuung eine Aufgabe der Länder", betonte der DIHK-Chef. Der verstärkte Ausbau der Ganztagsschulen sei hier ein richtiger Ansatz.

 

Berlin, 18.12.2011 - Studie: Enge Wickelung lässt Babys besser schlafen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach alter Sitte gewickelte Säuglinge finden schneller in den Schlaf und schlummern tiefer und länger als Babys, die ihre Arme frei bewegen können. Dieses Hebammen-Wissen wurde jetzt im wissenschaftlichen Versuch bestätigt, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Ein Team um Chefarzt Thomas Erler vom Kinderkrankenhaus Cottbus beobachtete zwei Gruppen von 40 beziehungsweise 45 Säuglingen im Alter von sieben Wochen im Schlaflabor. Bei den Kindern handelte es sich um reif geborene, gesunde Babys. Die Pucken genannte Methode wurde früher vor allem in Schreibaby-Ambulanzen angewendet und entwickelte sich in den vergangenen Jahren zur Mode. Kritiker weisen darauf hin, dass die Auswirkung dieser motorischen Einschränkung auf die Gehirnentwicklung unerforscht sei. Erler betonte in "Focus": "Wichtig ist, dass nur um den Schultergürtel herum gepuckt wird." Die in Russland und anderen Teilen Asiens praktizierte Methode, bei der auch die Beine fest gewickelt werden, erhöhe das Risiko für eine Hüftdysplasie und sei abzulehnen. Erler sagte: "Gesunder Menschenverstand hilft. Der sagt uns, dass diese Art der Beruhigung spätestens im Alter von fünf Monaten einer Fesselung gleichkommt. Dann sollte Schluss sein."

 

Wiesbaden, 13.12.2011 - Statistik: 2010 weniger Kinder wegen Alkoholmissbrauch stationär behandelt

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland sind im Jahr 2010 weniger Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt worden. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging ihre Anzahl je 100.000 Einwohner gegenüber 2009 um 5,5 Prozent zurück. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 20 Jahren hingegen stieg sie um 2,9 Prozent. Bei den Kindern zwischen 10 bis 15 Jahren stellten die Mädchen den größeren Anteil (52 Prozent) der Behandelten, obwohl ihr entsprechender Anteil an der Bevölkerung nur 49 Prozent beträgt. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 bis 20 Jahren hingegen dominierten die Männer (65 Prozent). Insgesamt wurden knapp 26.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren wegen einer akuten Alkoholintoxikation in einem Krankenhaus behandelt. 2009 waren es noch 26.400.

 

Wiesbaden, 12.12.2011 - Betreuungsquote von einjährigen Kindern in meisten ostdeutschen Kreisen über 60 Prozent

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Betreuungsquote von einjährigen Kindern in Kindertagesbetreuung hat im März 2011 in den meisten ostdeutschen Kreisen bei über 60 Prozent gelegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Demnach wiesen 57 von 86 kreisfreien Städten und Landkreisen in Ostdeutschland eine entsprechend hohe Betreuungsquote auf. In Westdeutschland waren die Betreuungsquoten deutlich niedriger: 283 von 325 westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten hatten eine Betreuungsquote von unter 25 Prozent. In Berlin lag die Quote für Einjährige bei 47,6 Prozent. Insgesamt war in Ostdeutschland die Betreuungsquote der einjährigen Kinder mit durchschnittlich 60,6 Prozent mehr als dreimal so hoch wie in den westdeutschen Kreisen (17,9 Prozent).

 

Washington, 02.12.2011 - Umfrage: Fast die Hälfte der Mütter lässt Kinder nicht ganzes Facebook-Profil sehen

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Fast die Hälfte der US-amerikanischen Mütter (46 Prozent), die einen Facebook-Account besitzen, lassen ihre eigenen Kinder nicht ihr gesamtes Profil sehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Herausgebers der US-Magazine "Parenting" und "Babytalk". Zugleich waren 90 Prozent der Mütter Facebook-Freunde mit ihren Kinder, 77 Prozent sogar mit den Freunden ihrer Kinder. Von den Müttern, die bei Facebook nicht mit ihren Kindern befreundet waren, gaben allerdings 73 Prozent an, dass sie das Profil ihrer Sprösslinge über den Account eines anderen ansehen. Facebook erreichte im September 2011 nach eigenen Angaben rund 800 Millionen Mitglieder weltweit.


Wiesbaden, 01.12.2011 - Öffentliche Bildungsausgaben steigen 2011 um 2,6 Prozent

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland steigen im Haushaltsjahr 2011 voraussichtlich um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Insgesamt veranschlagten Bund, Länder und Gemeinden Bildungsausgaben in Höhe von 106,2 Milliarden Euro. Endgültige Angaben zu den öffentlichen Bildungsausgaben liegen bis zum Jahr 2008 vor. Damals betrugen sie 93,7 Milliarden Euro. Davon stellte der Bund 5,1 Milliarden Euro, die Länder 68,2 Milliarden Euro und die Gemeinden 20,4 Milliarden Euro bereit. Für Bildung, Forschung und Wissenschaft gaben der öffentliche und der private Bereich im Jahr 2008 insgesamt 214,2 Milliarden Euro aus. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt entsprach dies einem Anteil von etwa 8,6 Prozent. Im Jahr 2009 betrug das Budget nach vorläufigen Berechnungen 224,0 Milliarden Euro beziehungsweise 9,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.